STELLENAUSSCHREIBUNG

Universitätslektor/ Universitätslektorin

an der Universität Bremen im Institut für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik / Fachbereich 9 – Kulturwissenschaften - im Arbeitsgebiet Kunstgeschichte/Kunstwissenschaft

Bewerbung bis zum 20.04.2018 unter Angabe der Kennziffer LK 195/18

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INTERNATIONALE TAGUNG

Unbehaust Wohnen: Verheerende wie diskrete Desaster.
Perspektiven auf gesellschaftliche Wohnorte und Aufenthalte im Alltäglichen

3.– 6. Mai 2018

Gästehaus der Universität Bremen
Teerhof 58
28199 Bremen

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VORTRAG
14. Mai 2018, 18 Uhr
Universität Bremen, SFG 1040

Pia Pollmanns, Bremen  
Die Wege der Elisa Kosch

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VORTRAG
11. Juni 2018, 18 Uhr
Universität Bremen, SFG 1040

Anna Luise Schubert und Amelie Wegner, Weimar
»Umzugsgut«. Exil und die Wege der Dinge zwischen Deutschland und Palästina.

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PUBLIKATIONEN

Irene Nierhaus / Kathrin Heinz (Hg.): Matratze/Matrize. Möblierung von Subjekt und Gesellschaft. Konzepte in Kunst und Architektur. Bielefeld: transcript, 2016.

Kathrin Heinz: Heldische Konstruktionen. Von Wassily Kandinskys Reitern, Rittern und heiligem Georg. Bielefeld: transcript, 2015.

www.transcript-verlag.de

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Christiane Keim: Stadtkronen – systematisch siedeln. In: Claudia Perren, Torsten Blume und Alexia Pooth für die Stiftung Bauhaus Dessau (Hrsg.): Große Pläne! Moderne Typen, Fantasten und Erfinder. Zur angewandten Moderne in Sachsen-Anhalt 1919-1933. Bielefeld/Berlin: Kerber-Verlag, 2016, S. 98-117.

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FKW//Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur
Nr. 63 // Dezember 2017
VOILÀ: VORHANG!
Hg. Edith Futscher
http://www.fkw-journal.de

2. Februar 2018, 14.30 Uhr
Universität Paderborn

An der Universität Bremen ist im Institut für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik / Fachbereich 9 – Kulturwissenschaften - im Arbeitsgebiet Kunstgeschichte/Kunstwissenschaft zum nächstmöglichen Zeitpunkt – unter Vorbehalt der Stellenfreigabe – die Stelle eines /einer

Universitätslektors/ Universitätslektorin

-Entgeltgruppe 13 TV-L-mit 100% der wöchentlichen Arbeitszeit

Für das Fachgebiet

Kunstgeschichte/Kunstwissenschaft in den Studiengängen BA Kunst-Medien-Ästhetische Bildung, wie auch des MA für Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft und MA Education.  

befristet ab dem nächst möglichem Zeitpunkt bis zum 31.03.2021 zu besetzen.

Die Befristung erfolgt zur wissenschaftlichen Qualifikation nach §2 WissZeitVG (Wissenschaftszeitvertragsgesetz) Demnach können nur Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die noch in dem entsprechendem Umfang über Qualifizierungszeiten nach 2 Abs.1 WissZeitVG verfügen.

Zu den Aufgaben gehören

  • die selbstständige Durchführung von wissenschaftsbasierter Lehre im Bereich der Kunstgeschichte/Kunstwissenschaft in ihrer historischen, systematischen und künstlerischen Breite und ihren kulturellen Produktions- und Rezeptionsbedingungen. Den Schwerpunkt soll eine problemorientierte Geschichte der bildenden Künste von der neueren und neusten Kunstgeschichte bilden. Kenntnisse aktueller Theoriepositionen in trans- und interdisziplinärer Perspektive, sowie Fähigkeit zur Rückkoppelung von Themenstellungen in die gesamte Kunstgeschichte. Vermittlung von kunstwissenschaftlichen Grundlagen, Theorien und Methodologien. Kenntnisse in der kunstwissenschaftlichen Geschlechterforschung.
  • Durchführung von entsprechender Lehre mit Bezug zum integrativen Profil der Studiengänge des Instituts.
  • Durchführung von Prüfungen, insbesondere die Betreuung von BA und MA-Arbeiten in den genannten Studiengängen des Instituts.
  • Die Mitwirkung bei der Beratung und Betreuung der Studierenden. 
  • Mitwirkung in universitären Gremien. 
  • Selbstständige Durchführung von Forschungsaufgaben im Fachgebiet insbesondere in Zusammenarbeit mit den Forschungskontexten des Mariann-Steegmann-Institut. Kunst&Gender (Forschungsinstitut in Kooperation mit der Universität Bremen)

Die zukünftige Stelleninhaberin/ der zukünftige Stelleninhaber hat die Aufgabe, im Rahmen des Arbeitsgebiets Kunstgeschichte/Kunstwissenschaft Lehre im Umfang von 12 LVS zu erbringen.

Einstellungsvorrausetzungen:

-       ein abgeschlossenes Studium der Kunstgeschichte/ Kunstwissenschaft (Master oder vergleichbar)

-       eine abgeschlossene einschlägige Promotion (in der Regel)

-       pädagogische Eignung

-       Lehrerfahrung im genannten Fachgebiet an einer Universität oder Hochschule

 

Gesucht wird:

 -        eine profilierte Persönlichkeit mit einem konzept- und systemorientierten und interdisziplinären Verständnis des Fachgebiets

Erwartet wird die Bereitschaft zur Übernahme von Aufgaben im Bereich der akademischen Selbstverwaltung. Die Wahrnehmung der Aufgaben erfolgt im Rahmen von §24 des Bremischen Hochschulgesetzes.

Die Universität Bremen beabsichtigt, den Anteil von Frauen in der Wissenschaft zu erhöhen und fordert deshalb Frauen ausdrücklich auf, sich zu bewerben. Schwerbehinderten Bewerberinnen/Bewerbern wird bei im Wesentlichen gleicher fachlicher und persönlicher Eignung der Vorrang gegeben. Bewerbungen von Menschen mit einem Migrationshintergrund sind willkommen.

Rückfragen sind an Prof. Dr. Nierhaus nierhaus@uni-bremen.de zu stellen.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden erbeten bis zum 20.04.2018 unter Angabe der Kennziffer LK 195/18 an die

 

Universität Bremen

Dekanin des Fachbereichs 09

Prof. Dr. Dorle Dracklé

Postfach 33 04 40

28334 Bremen

oder per E-Mail an bewerbungen.fb9@uni-bremen.de


Wir bitten Sie, uns von Ihren Bewerbungsunterlagen nur Kopien (keine Mappen) einzureichen, da wir sie nicht zurücksenden können.

Bewerbungs- und Vorstellungskosten werden nicht erstattet.

 
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Unbehaust Wohnen: Verheerende wie diskrete Desaster
Perspektiven auf gesellschaftliche Wohnorte und Aufenthalte im Alltäglichen

3. - 6. Mai 2018
Gästehaus der Universität Bremen, Teerhof 58, 28199 Bremen

Please find the English version below

Internationale Tagung des Forschungsfeldes wohnen+/-ausstellen in der Kooperation des Instituts für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik an der Universität Bremen mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender.

Das Sprechen über Wohnen ist oft doppelt positiv als Daseiendes und Gutes: Wohnen ist da. Es ist gebaut, es ist ausgestattet, es existiert durch Häuser, Wohnungen, Möbel. Seine Geschichte wird durch seinen Bestand, seine Dinglichkeit in der Wissenschaft bis hin zur persönlichen Erinnerung erzählt. Wohnen erscheint als positivistisch Gegebenes. Und Wohnen wird gerne als positiv, im Sinn von gut als sichernder und glücklicher Raum eines Selbst, einer Familien-, Status- oder Territorialzugehörigkeit beschrieben.

Dem Wohnen als Existenz und Heim/at steht jedoch auch ein unbehaustes Wohnen zur Seite: Zerstörtes Wohnen, wie in kriegerischen Konflikten, verlorenes Wohnen in Migrationen, temporäres Wohnen in Obdach- und Wohnungslosigkeit, prekäres Wohnen in ökonomischer, emotionaler und körperlicher Unversorgtheit, ängstliches Wohnen in Subjektkrisen – Unbehaustes Wohnen von den großen Verheerungen bis zu heimlichen und diskreten Schrecknissen. Unbehaust Wohnen schließt das Konflikthafte im Behausten ein und attackiert und demoliert es zugleich.

Unbehaust Wohnen ist ein stetiger Teil der Geschichte und Theorie des Wohnens. Es ist einerseits vergessen, nicht besprochen, verborgen oder wird zum Diskurs von Spezialist_innen des Sozialen und ist andererseits – wie in Kunst und Theorie – auch ein besonders sichtbar gemachter Teil des Wohnens, denn in der Wohnkritik wird es zur Gegenrede, zum gewollt Nichtidentischen und Instabilen, zur Flucht aus einer als desaströs befundenen Zuflucht. In diesem Entgrenzen des Behausten wohnt oft auch eine Versprechensrhetorik auf Auszug ins Befreite inne.

Die Tagung wird verschiedene Ebenen des Unbehausten aus kunstwissenschaftlicher, architekturtheoretischer, filmwissenschaftlicher, philosophischer, ethnologischer, psychiatrischer und künstlerischer Perspektive thematisieren.


Homeless Dwelling: Devastating and Discrete Disaster.
Perspectives on societal domiciles and habitation in everyday life

International conference of the research program wohnen+/-ausstellen (dwelling+/-exhibiting), a collaboration between the Institute for Art History– Film Studies – Art Education at the University of Bremen and the Mariann Steegmann Institute – Art & Gender.

When we speak about dwelling (Wohnen) it is often in the doubly positive sense of existent and good: dwelling is there. It is built, it is equipped, it exists via houses, apartments, furniture. Its history is told through its existence, its materiality in scholarship and in personal memory. Dwelling appears as a positivistic given. And it is often described as positive, in the sense of good, as a protective and felicitous space of a self, of a family, status or territorial affiliation.
However, dwelling as existence and home is paralleled by homeless dwelling: destroyed dwelling, as found in armed conflicts, lost dwelling through migration, temporary dwelling in the case of homelessness and itinerancy, precarious dwelling in economic, emotional and physical deprivation, fearful dwelling in subjective crises: homeless dwelling from great cataclysms to secret and discrete horrors. Homeless dwelling incorporates the conflictual in the housed and at the same time attacks and demolishes it.
Homeless dwelling is a constant of the history and theory of dwelling. On the one hand, it is forgotten, not discussed, concealed or becomes the discourse of specialists on the social. On the other, it is also a part of dwelling that is made particularly visible, for instance, in art and theory. In the critical analysis of dwelling it becomes the counter-argument, the intentionally non-identical and unstable, the flight from a refuge experienced as disastrous. In this dissolving of the boundaries of the housed there often inheres a rhetoric of the promise of a shift into the liberated.

The conference will explore the unhoused/homeless on different levels from art and culture-historical, philosophical, ethnological, architecture-theoretical, psychiatric and artistic perspectives.

www.mariann-steegmann-institut.de


PROGRAMM

DONNERSTAG, 3. MAI 2018

Beginn: 14.00 Uhr

Grußwort der Dekanin
des Fachbereichs Kulturwissenschaften
Dorle Dracklé

Unbehaust Wohnen. Konzeptideen
Leiterinnen des Forschungsfeldes wohnen+/-ausstellen
Irene Nierhaus und Kathrin Heinz

15.00 Uhr
Burcu Dogramaci, München
Shelter/Disaster: Flucht, Schutz und Architektur in der Moderne

16.00 Uhr
Gabu Heindl, Wien
Zu einer radikaldemokratischen Kritik von solidarischem Wohnen
Rotes Wien 1920, habiTAT Wien 2020

17.00 Uhr – 17.30 Uhr Pause

17.30 – 18.30 Uhr
Klaas Dierks, Bremen
Filmvorführung „Die letzten Tage des Sommers“ (2006) mit Vortrag des Regisseurs

Moderation: Irene Nierhaus


FREITAG, 4. MAI 2018

10.00 Uhr
Salvatore Pisani, Saarbrücken
Le Vele di Scampìa. Sterbende Moderne filmisch beschleunigt

11.00 Uhr
Franziska Rauh, Bremen
„Get Outta My Dreams, Get Into My Car“. Das Fahrzeug als Ort sexualisierter Gewalt und des Widerstands in Three Weeks in May (1977) von Suzanne Lacy

12.00 Uhr – 12.30 Uhr Pause

12.30 Uhr
Drehli Robnik, Wien
Einrichtungen zum Zusammensein mit lost causes: Film und Demokratie, behaust und exhausted in Zeiten des Faschismus (gedacht mit Kracauer)

Moderation: Kathrin Heinz

13.30 Uhr – 14.30 Uhr Mittagspause

14.30 Uhr
Astrid Silvia Schönhagen, Bremen/Berlin
Habitate der Mobilität. Die Verknüpfung von (Be-)Kleidungs- und Wohndiskursen in Mary Mattinglys Wearable Portable Architecture

15.30 Uhr
Cathrine Brun, Oxford
Shelter in flux: the temporality of dwelling in crises

Moderation: Christiane Keim

16.30 Uhr – 18.00 Uhr Pause

18.00 Uhr, City 46
Kurdwin Ayub, Wien
Filmvorführung „Paradies! Paradies!“ (2016) und Gespräch mit der Regisseurin
In Zusammenarbeit mit dem City46

Moderation: Anna-Katharina Riedel


SAMSTAG, 5. MAI 2018


10.00 Uhr
Sara Al-Nassir, Dresden
Narrating Zaatari. The Interplay of Agency and Structure in Constituting Zaatari’s Market Street

11.00 Uhr
Birgit Johler, Wien
„Ausgezogen, umgezogen, abgemeldet“ – zur Wohn- und Lebenssituation der vom NS-Regime als Jüdinnen und Juden Verfolgten in Wien ab 1938

12.00 Uhr – 12.30 Uhr Pause

12.30 Uhr
Elke Krasny, Wien
UN_Behaust: Vom Recht auf Wohnen in Zeiten globaler Krise

Moderation: Johanna Hartmann

13.30 Uhr – 15.00 Uhr Mittagspause

15.00 Uhr
Christian Berkes, Berlin/Potsdam
Disrupted Living. Wohnen und die Sprache der Sharing Economy

16.00 Uhr
Michalis Valaouris, Berlin
„The Fear of God is an excellent Gift“
Überwachen und Sticken im 17. Jahrhundert

17.00 Uhr – 17.30 Uhr Pause

17.30 Uhr
Michael Schödlbauer, Hamburg
Verrückte Möbel: Paranoia der Hausgemeinschaft und andere psychotische Heimsuchungen

Moderation: Rosanna Umbach


SONNTAG, 6. MAI 2018

10.00 Uhr
Mehmet Emir, Wien
Da und Dort Zuhause

11.00 Uhr
Sigrid Adorf, Zürich
Sich im Unbehausten einrichten? Gedanken zum kunstkritischen Verbrauch eines Begriffs und seiner kritischen Brauchbarkeit trotz allem

Moderation: Anna-Katharina Riedel

12.00 – 12.30 Uhr Pause

12.30 Uhr
Cornelia Klinger, Hamburg/Tübingen
Allein-Wohnen. ‚Unbehaust‘-Sein als conditio humana und andere Arten von Einsamkeit

13.30 Uhr
Barbara Claassen-Schmal, Bremen
„Shelter I“ 2014
Bericht über ein Projekt von Evelyn Möcking und Daniel Nehring

Moderation: Katharina Eck

AUSKLANG


Tagungsort:
Gästehaus der Universität Bremen
Teerhof 58
28199 Bremen
Straßenbahnlinien 4, 5, 6, 8 bis Haltestelle „Wilhelm-Kaisen-Brücke“

Die Filmvorführung am Freitag, 4. Mai 2018 um 18:00 Uhr findet statt im
CITY 46 Kommunalkino Bremen e. V.
Birkenstraße 1
28195 Bremen
Straßenbahnlinien 4, 6, 8 und Bus 24 bis Haltestelle „Herdentor“


Konzept
Prof. Dr. Irene Nierhaus
Institut für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik
Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender

Dr. Kathrin Heinz
Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender

Organisation
Johanna Hartmann
Anna-Katharina Riedel

Gestaltung
Christian Heinz


Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender
c/o Universität Bremen, SFG 1410/1420
Enrique-Schmidt-Straße 7
28359 Bremen
www.mariann-steegmann-institut.de

Um Anmeldung bis zum 18. April 2018 wird gebeten, bitte per Mail an:
Registration deadline: April 18 2018. Please email to:
josina.dehn@msi.uni-bremen.de

Der Eintritt ist frei.


PUBLIKATIONEN

Irene Nierhaus / Kathrin Heinz (Hg.)

Matratze/Matrize. Möblierung von Subjekt und Gesellschaft. Konzepte in Kunst und Architektur.

Bielefeld: transcript, 2016
www.transcript-verlag.de

Die Matratze ist Grundelement des Wohnens, jenes Ding unseres Alltags, auf dem wir schlafen, lieben, faulenzen, träumen, gesunden und sterben. Sie ist Inbegriff von Intimität und Körperlichkeit und zugleich Agentin von Normierungen in Subjektivierungsprozessen und sozialen Beziehungen.
Die Matrize dient in diesem Band als Theoriefigur, um die Matratze und die mit ihr verbundenen Prägevorgänge und Wissenskomplexe am vermeintlich privatesten Ort zu betrachten.

464 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-3205-7, 39,99€

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Kathrin Heinz

Heldische Konstruktionen.Von Wassily Kandinskys Reitern, Rittern und heiligem Georg

Bielefeld: transcript, 2015
www.transcript-verlag.de

Reiter und Ritter zählen zu den Lieblingsmotiven von Wassily Kandinsky. Insbesondere der mit dem Drachen kämpfende heilige Georg wird von ihm wiederholt dargestellt. Kathrin Heinz zeigt die grundlegende Bedeutung dieses Motivs für das künstlerische Programm des so genannten »Vorreiters« der Abstraktion auf und klärt, wie sich anhand eines Bildzeichens im Kontext historischer Männlichkeitsvorstellungen und künstlerischer Identitätspolitiken Lektüren über Kandinskys Selbstverständnis als Künstler generieren lassen. Ihre Studie leistet zudem eine kritische Reflexion kunstgeschichtlicher Erzählmuster und stellt damit einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Künstler/innenforschung dar.

324 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-1944-7, € 39,99

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Christiane Keim

Stadtkronen – systematisch siedeln.

In: Claudia Perren, Torsten Blume und Alexia Pooth für die Stiftung Bauhaus Dessau (Hg.): Große Pläne! Moderne Typen, Fantasten und Erfinder. Zur angewandten Moderne in Sachsen-Anhalt 1919-1933.

Bielefeld/Berlin: Kerber-Verlag, 2016.

Neunzig Jahre nach der Eröffnung des Dessauer Bauhauses zeigt „Große Pläne! Moderne Typen, Fantasten und Erfinder“ erstmals, dass das Bauhaus als Forum internationaler Avantgarden kein Solitär war, sondern Teil einer großen Utopie zur Moderne. Von 1919 bis 1933 wuchs in Mitteldeutschland eine Industrieregion der Zukunft heran, die eng verbunden war mit visionären und ideellen Plänen zu einem neuen Menschenbild, umgesetzt in Architektur, Pädagogik, Reklame bis hin zum Weltraum. Die Ausstellung erschließt vom Bauhaus ausgehend Korrespondenzen mit Magdeburg, Halle (Saale), Leuna, Merseburg, Wolfen und Elbingerorde.

Das spannende Begleitbuch öffnet den Blick in ein hoch aktives Feld dynamischer Gedankenexpeditionen durch Akteure wie Walter Gropius, Gertrud Arndt, Bruno Taut, Benita Koch-Otte oder Wilhelm Deffke.

224 Seiten, 29 farbige und 94 s/w Abbildungen
ISBN 978-3-7356-0184-1, 39,95€

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BAND 1 SCHRIFTENREIHE

wohnen+/-ausstellen (Hg. Irene
Nierhaus, Kathrin Heinz):

Irene Nierhaus, Andreas
Nierhaus (Hg.)

Wohnen Zeigen. Modelle und Akteure

des Wohnens in Architektur und
visueller Kultur


Bielefeld: transcript 2014
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen, Bd. 1; www.transcript-verlag.de

Mit der Moderne ist Wohnen zu einem umkämpften Schauplatz gesellschaftlichen Handelns geworden, in dessen Mitte die Verhandlung des Subjekts und seiner sozialen Beziehungen steht. In unterschiedlichen Medien wie Architektur, Ausstellung, bildender Kunst, Zeitschrift, Film oder Literatur werden Modelle und Vorbilder produziert. In diesem Zeigen des Wohnens sind explizit und implizit Bewertungen und Erzählungen von einem richtigen oder schlechten Wohnen enthalten. Damit wird ein »Wohnwissen« realisiert, das an der Organisation der Wohnbauten und Wohnräume ebenso teilhat wie an den Bildwelten des Wohnens und an Vorstellungen von und über Bewohner/-innen. Die Beiträge des Bandes loten Wohnen als Verfahrensspielraum zwischen Didaktik und Handlungspotenzial aus.

366 Seiten, kart., zahlr. Abb., ISBN 978-3-8376-2455-7, € 38,99


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BAND 2 SCHRIFTENREIHE
wohnen +/-ausstellen (Hg. Irene 
Nierhaus, Kathrin Heinz): 



Katharina Eck / Astrid Silvia
Schönhagen (Hg.)

Interieur und Bildtapete
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Narrative des Wohnens um 1800


Bielefeld: transcript 2014
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen, Bd. 2; www.transcript-verlag.de
 
Bildtapeten im Interieur um 1800 sind an der Herausbildung und Formung einer spezifischen, an bürgerlichen Werten orientierten Wohnkultur maßgeblich beteiligt. Sie entfalten Erzählungen im bewohnten und bewohnbaren Raum, in dem sich Diskurse über »geschmackvolles« Einrichten mit ästhetischen und moralischen Wertvorstellungen der Epoche verschränken. Zugleich sind die tapezierten Interieurs Aushandlungsorte von Erzählungen der Bewohnerinnen und Bewohner und ihrer vielfältigen Praktiken im Alltag, die mit zeitgenössischen Idealen von Körper, Geschlecht, Ethnizität und Nation verknüpft sind.
Solchen Narrativen und Beziehungsgeflechten spüren die Beiträge dieses Bandes nach, der aus interdisziplinärer Perspektive die mannigfaltigen Verschränkungen von Inneneinrichtung, Raumanordnungen und Subjektkonstitution in Wohndiskursen zu Beginn der Moderne offenlegt und einer kulturhistorischen Neubewertung unterzieht.
Band 2 der Reihe »wohnen+/-ausstellen«.

250 Seiten, kart., zahlr. Abb., ISBN 978-3-8376-2418-2, € 29,99 €