Aktuelles im Forschungsfeld
wohnen+/-ausstellen:

 

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Interview mit Irene Nierhaus:  Hinter den Türen, interviewt von Oliver Geyer
In: fluter – Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung
Frühjahr 2020, Nr. 74 (Themenschwerpunkt: Wohnen), S. 6-9.
https://www.fluter.de/heft74
Als Zweitabdruck in: Straßenkreuzer. Das Sozialmagazin.
27. Jahrgang. Ausgabe August/September 2020, S. 6-9


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VORTRÄGE

24. September 2020, 14.45 Uhr
Mediale Signaturen von Überwachung und Selbstkontrolle
Videokonferenz der Universiäten Lódz und Duisburg-Essen

Mira Anneli Naß, Bremen
Hito Steyrls HOW NOT TO BE SEEN.
Zur (künstlerischen) Navigation visueller (Selbst-) Kontrolle


16. Oktober 2020, 14.00 Uhr
CONT ACT! SYMPOSIUM
Fotografie und Handlungsmacht
Museum Folkwang, Essen

Mira Anneli Naß, Bremen
Überwachung von unten?
Zur Aneignung operativer Bilder als Geste fotografischer Selbstermächtigung bei Forensic Architecture

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Master „Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft“ an der Universität Bremen /
Verlängerung der Bewerbungsfrist

Studieninteressierte haben bis zum 15. September 2020 die Möglichkeit, sich für den zweijährigen Masterstudiengang „Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft“ an der Universität Bremen zu bewerben.

Der Master zielt auf die fachspezifische Wissensbildung, auf Reflexionsfähigkeit und Kompetenzen für eine Tätigkeit im Bereich der kunst- und filmwissenschaftlichen Forschung. Gleichzeitig ermöglicht er Qualifikationen für relevante Arbeitsbereiche in wissenschaftlichen und kulturellen Institutionen der Kunst und des Films. Über die Verbindung der beiden Fachwissenschaften Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft eröffnen sich wechselseitig bereichernde Perspektiven: auf die Diskurse und Gegenstände der bildenden Kunst, des Films, der (audio-)visuellen Kultur, sowie auf eine differenzierte Neubewertung ihrer Austauschprozesse.

Das zentrale und in dieser Form einzigartige Kennzeichen des Studienangebots ist die Verbindung von universitärer wissenschaftlicher Qualifikation und anwendungsorientierter Forschungs- und Projektarbeit: Ein Schwerpunkt dieses Masters liegt auf der regionalen und überregionalen Kooperation mit renommierten Archiven und Sammlungen sowie mit herausragenden Kulturinstitutionen.

Als Kooperationspartnerin des Instituts für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft - Kunstpädagogik der Universität Bremen wirkt das Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender mit am Studienprofil und Lehrangebot des Masters und widmet sich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, dem Ausbau der Gender-Forschung in den Kunstwissenschaften sowie der Unterstützung der künstlerisch ästhetischen Praxis und Vermittlung.

Weitere Infos:
https://www.uni-bremen.de/kunst/studium/ma-kunstwissenschaft-und- filmwissenschaf

Ästhetische Ordnungen des Wohnens
Zu bildlichen Politiken des Wohnens, Häuslichen und Domestischen in Kunst und Visueller Kultur der Moderne


Die Tagung wurde auf den 18.-20.6.2021 verschoben.

 
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Internationale Tagung des Forschungsfeldes wohnen+/-ausstellen in der Kooperation des Instituts für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik an der Universität Bremen mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender.
 
Künste und Visuelle Kultur produzieren Vorstellungswelten des Bewohnens, Wohnens und des Verhäuslichens in spezifischen Bild- und Medienform(at)en und Darstellungsweisen. Sie machen das abstrakte Geflecht des Domestischen anschaulich und greifbar.
 
Das Domestische ist ein Geflecht aus den unterschiedlichsten Diskursen zur gesellschaftlichen Formation des Wohnens bzw. des Wohnens als normalisierender Aufenthalt innerhalb des Sozialen. Darin werden Beziehungen zwischen Bewohner*innenschaft, Räumlichkeit und Objekten/Dingen gestaltet. Mit der Moderne seit 1800 werden diese Beziehungen als identitätsproduzierende Verhältnisse in Subjektivierungs- und Gemeinschaftsbildungsprozessen konzipiert, gelebt und fortwährend ästhetisch entworfen und in Bildlichkeit transformiert.
 
Wohnen, Bewohnen und Bewohner*innenschaft werden dabei in verschiedenen Bildsorten, Genres (u.a. Interieurbild, Stillleben, Familienszenen), in Bildstrategien und visuellen Verfahren zu sehen gegeben. Im Zeigen der Bilder werden (An)Ordnungen, Prinzipien, Praxis und Poiesis vom Wohnen, Häuslichen und Domestischen augenscheinlich.
 
Thema der Tagung ist, wie Wohnen, das Domestische und Häusliche als beziehungsräumliche, materielle und psychische Umwelt historisch und gegenwärtig ins Bildliche gesetzt wird. Wie formieren und konfigurieren ästhetische Strukturen Vorstellungen des Wohnens? Wie bringen Visualisierungen des Materiellen und Räumlichen diese hervor? Was tun, wie agieren Bildmedien, um Wohnen und Häuslichkeit zu erzeugen? Was wird ins Bild gesetzt, was angedeutet und was wird nicht zu sehen gegeben? Ob und wie haben sich Bilder des Wohnens historisch verändert? Wie werden Ordnungen, Normierungen und Idealisierungen des Domestischen bildlich angeordnet? Welche politischen und utopischen Vorstellungen verbinden sich damit? Wie produzieren Künstler*innen und visuelle Gestalter*innen Wohnen, wo bleiben sie in Konventionen, woran knüpfen sie an, welche Bildlichkeiten kritisieren sie, welche entwerfen sie?
Mit der Perspektivierung der Tagung steht nicht nur die grundsätzliche Bildlichkeit von Wohndiskursen im Fokus, sondern zugleich die Frage nach den Bedeutungsproduktionen und -verschiebungen, die die Bilder hervorbringen. 
 
Zur Debatte steht das Mannigfaltige wie das Reproduktive, das Innovative wie das Affirmative der Bilder - und damit die Potenzialität des Bildlichen im Wohnen.

Konzept und Tagungsleitung:
Prof. Dr. Irene Nierhaus
Instituts für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik / Universität Bremen und Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender
Dr. Kathrin Heinz
Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender
 
Koordination/Organisation:
Amelie Ochs
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
 

Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender c/o Universität Bremen, FVG M1060/1061,
Celsiusstr. 2, 28359 Bremen
 
www.mariann-steegmann-institut.de
 

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Aesthetic Orders of Dwelling
The visual politics of dwelling and domesticity in the art and visual culture of modernity
 
An international conference held by the research unit wohnen+/-ausstellen (dwelling+/-exhibiting), a collaboration between the Institute for Art History– Film Studies – Art Education at the University of Bremen and the Mariann Steegmann Institute – Art & Gender.
 
The arts and visual culture produce imaginaries of habitation, dwelling and home-making in specific image and media form(at)s. They render the abstract structure of the domestic in a way that is clear and tangible.
 
The domestic is a mesh made up of a diverse range of discourses on the social formation of dwelling and/or dwelling as a normalizing abidance within the social. Within this mesh, relationships are shaped between inhabitants, spatiality and objects/things. The development of modernity since 1800 has seen these relationships conceptualized, lived and continually cast in aesthetic terms within processes of subject and community formation and transformed into imagery.
 
In this context, dwelling, habitation and inhabitants are presented in different sorts of images, genres (including interiors, still lifes and family scenes), in pictorial strategies and visual processes. Displaying these images makes evident the orders, principles, practices and poiesis of dwelling and the domestic.
 
The general theme of the conference is the question of how dwelling and the domestic have historically been and are still being rendered pictorially as a spatial-relational, material and psychological environment. How do aesthetic structures form and configure notions of dwelling? How are these notions evoked by visualizations of the material and the spatial? How do pictorial and visual media operate in their generation of dwelling and domesticity? What is depicted, what is implied and what is not visually presented? Have images of dwelling changed historically and, if so, how? How are orders, normativizations and idealizations of the domestic pictorially arranged? What political and utopian ideas are linked with them? How do artists and visual designers produce dwelling, to what extent do they work within conventions, what are their discursive starting points, what images are they critical of and what sort of images do they produce?
 
The focus of the conference is not only on the fundamental imagery around discourses of dwelling but also the question of the meaning production and meaning shifts that such images generate.
 
At issue here are the multiplicity and reproductivity, the innovative and affirmative character of the images concerned – and thus the potentiality of the pictorial in dwelling.
 
Concept and conference management:
Prof. Dr. Irene Nierhaus
Institute for Art History– Film Studies – Art Education / University of Bremen and the Mariann Steegmann Institute – Art & Gender
Dr. Kathrin Heinz
Mariann Steegmann Institute – Art & Gender
 
Coordination/organization:
Amelie Ochs
Research assistant
 
 
Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender c/o Universität Bremen, FVG M1060/1061,
Celsiusstr. 2, 28359 Bremen
 
www.mariann-steegmann-institut.de

 

PUBLIKATIONEN

Sigrid Adorf / Kathrin Heinz (Hg.)

 

Zeichen/Momente. Vergegenwärtigungen in Kunst und Kulturanalyse

 

Bielefeld: transcript, 2019

www.transcript-verlag.de

 

Wie müssen wir zurückschauen, um Was sehen zu können und darüber unseren Blick für das Gegenwärtige und Kommende zu schärfen?Die Beiträge des Bandes, der zu Ehren von Sigrid Schade erscheint, beziehen sich auf vielschichtige Diskursgeschichten an den Schnittstellen von Kunst-, Kultur- und Medienwissenschaften. Sie beleuchten künstlerische, kulturelle und soziale Praktiken und Ordnungen als Aushandlungsort komplexer Bedeutungs- und Beziehungsgefüge.Mit Beiträgen von Mieke Bal, Kerstin Brandes, Vera Frenkel, Sabine Gebhardt Fink, Insa Härtel, Karin Harrasser, Kornelia Imesch, Carmen Mörsch, Irene Nierhaus, Griselda Pollock, Dorothee Richter, Steffen A. Schmidt, Philip Ursprung und Silke Wenk.

 

288 Seiten, kart. ,Dispersionsbindung, 45 SW-Abbildungen

ISBN 978-3-8376-4204-9, € 34,99

 

 

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SCHRIFTENREIHE wohnen+/-ausstellen

 

BAND 6 SCHRIFTENREIHE wohnen+/-ausstellen

 

Silke Förschler / Christiane Keim / Astrid Silvia Schönhagen (Hg.)

 

Heim/Tier. Tier-Mensch-Beziehungen im Wohnen

 

Bielefeld: transcript, 2019

Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen Bd. 6
www.transcript-verlag.de

 

Tiere und Menschen teilen sich seit jeher ihre Lebensräume. Deutlich zeigt sich dies im Wohnen, wo Tier-Mensch-Beziehungen nicht nur die Gestaltung der Räume, sondern auch die Wohnpraxis wesentlich mitbestimmen. So können Menschen dem lebenden Tier ein Heim geben, umgekehrt kann aber auch das tote Tier als präparierter Tierkörper oder als textile Wohn- und Oberflächengestaltung Teil des Interieurs werden. Die Beiträge des Bandes untersuchen mögliche Arten der Einbindung des Tierlichen in Haus und Wohnung und verknüpfen hierzu Ansätze aus dem Bereich der kunst- und kulturgeschichtlichen Wohnforschung mit zentralen Positionen der Human-Animal Studies. Im Fokus stehen unterschiedliche Medialisierungen der Verhäuslichung tierlichen Verhaltens sowie deren Bedeutung für das Zusammenleben von Tier und Mensch. Auf diese Weise wird das behauste Wohnen als vermeintlich genuin menschliche Kulturpraxis hinterfragt und neu perspektiviert.

 

270 Seiten, kart., Dispersionsbindung, 51 SW-Abbildungen, 4 Farbabbildungen

ISBN 978-3-8376-4691-7, 34,99€

 

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BAND 4 SCHRIFTENREIHE wohnen+/-ausstellen

Katharina Eck 

Tapezierte Liebes-Reisen
 
Subjekt, Gender und Familie in Beziehungsräumen des frühindustriell-bürgerlichen Wohnens.

Bielefeld: transcript, 2018
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen Bd. 4
www.transcript-verlag.de
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen, Bd. 1
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen, Bd. 1www.transcript-verlag.de

Französische Bildtapeten aus der Manufaktur von Joseph Dufour fanden seit dem frühen 19. Jahrhundert in Interieurs in ganz Europa als begehrtes Ausstattungsobjekt Verwendung – vor allem in bildungsbürgerlichen Haushalten. Katharina Eck stellt die drei großformatigen Tapeten zu »Amor und Psyche«, »Telemach auf der Insel der Calypso« und »Paul und Virginie« in den Fokus ihrer Analysen. In einer transdisziplinären Studie (Literatur- und Kunstwissenschaft) untersucht sie die Geschlechter- und Paarbildungsdidaktiken in den Tapetenszenen – wie auch das »in richtigen Bahnen verlaufende« Sexualitätsdispositiv – zusammen mit den Praktiken des Wohnens und der Geselligkeit um 1800. Sie entwickelt Analyseachsen, die das »In-Beziehung-Setzen« mit den tapezierten Räumen und deren performatives Potenzial erstmalig in dieser anschaulichen Form ausloten.

584 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN: 978-3-8376-3628-4, 49,99€

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BAND 3 SCHRIFTENREIHE wohnen+/-ausstellen

Irene Nierhaus / Kathrin Heinz (Hg.)

Matratze/Matrize. Möblierung von Subjekt und Gesellschaft. Konzepte in Kunst und Architektur.

Bielefeld: transcript, 2016
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen Bd. 3
www.transcript-verlag.de

Die Matratze ist Grundelement des Wohnens, jenes Ding unseres Alltags, auf dem wir schlafen, lieben, faulenzen, träumen, gesunden und sterben. Sie ist Inbegriff von Intimität und Körperlichkeit und zugleich Agentin von Normierungen in Subjektivierungsprozessen und sozialen Beziehungen.
Die Matrize dient in diesem Band als Theoriefigur, um die Matratze und die mit ihr verbundenen Prägevorgänge und Wissenskomplexe am vermeintlich privatesten Ort zu betrachten.

464 Seiten, kart., zahlr. Abb.

ISBN 978-3-8376-3205-7, 39,99€

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BAND 2 SCHRIFTENREIHE
wohnen +/-ausstellen (Hg. Irene 
Nierhaus, Kathrin Heinz): 

Katharina Eck / Astrid Silvia Schönhagen (Hg.)

Interieur und Bildtapete
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Narrative des Wohnens um 1800

Bielefeld: transcript 2014
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen, Bd. 2
www.transcript-verlag.de
 
Bildtapeten im Interieur um 1800 sind an der Herausbildung und Formung einer spezifischen, an bürgerlichen Werten orientierten Wohnkultur maßgeblich beteiligt. Sie entfalten Erzählungen im bewohnten und bewohnbaren Raum, in dem sich Diskurse über »geschmackvolles« Einrichten mit ästhetischen und moralischen Wertvorstellungen der Epoche verschränken. Zugleich sind die tapezierten Interieurs Aushandlungsorte von Erzählungen der Bewohnerinnen und Bewohner und ihrer vielfältigen Praktiken im Alltag, die mit zeitgenössischen Idealen von Körper, Geschlecht, Ethnizität und Nation verknüpft sind.
Solchen Narrativen und Beziehungsgeflechten spüren die Beiträge dieses Bandes nach, der aus interdisziplinärer Perspektive die mannigfaltigen Verschränkungen von Inneneinrichtung, Raumanordnungen und Subjektkonstitution in Wohndiskursen zu Beginn der Moderne offenlegt und einer kulturhistorischen Neubewertung unterzieht.
Band 2 der Reihe »wohnen+/-ausstellen«.

250 Seiten, kart., zahlr. Abb., ISBN 978-3-8376-2418-2, € 29,99 €

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BAND 1 SCHRIFTENREIHE wohnen+/-ausstellen (Hg. Irene Nierhaus, Kathrin Heinz):

Irene Nierhaus, Andreas Nierhaus (Hg.)

Wohnen Zeigen. Modelle und Akteure

des Wohnens in Architektur und
visueller Kultur


Bielefeld: transcript 2014
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen, Bd. 1
www.transcript-verlag.de

Mit der Moderne ist Wohnen zu einem umkämpften Schauplatz gesellschaftlichen Handelns geworden, in dessen Mitte die Verhandlung des Subjekts und seiner sozialen Beziehungen steht. In unterschiedlichen Medien wie Architektur, Ausstellung, bildender Kunst, Zeitschrift, Film oder Literatur werden Modelle und Vorbilder produziert. In diesem Zeigen des Wohnens sind explizit und implizit Bewertungen und Erzählungen von einem richtigen oder schlechten Wohnen enthalten. Damit wird ein »Wohnwissen« realisiert, das an der Organisation der Wohnbauten und Wohnräume ebenso teilhat wie an den Bildwelten des Wohnens und an Vorstellungen von und über Bewohner/-innen. Die Beiträge des Bandes loten Wohnen als Verfahrensspielraum zwischen Didaktik und Handlungspotenzial aus.

366 Seiten, kart., zahlr. Abb., ISBN 978-3-8376-2455-7, € 38,99